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Ausstellung im Frauenmuseum Wiesbaden

Die Künstlerinnen Augusta Kaiser (1895-1932) und Hedwig Marquardt (1884–1969) begegnen sich 1922. Trotz schwieriger Zeitumstände und den frühen Tod von Augusta Kaiser hinterlassen die Künstlerinnen ein umfangreiches Werk, in dem sich Vielfältigkeit und Experimentierfreude wiederspiegeln.

Die Schau zeigt Keramiken, Malerei, Zeichnungen sowie Briefe und Fotografien aus dem Nachlass.

Sammlungen
Laurence Marsh (GB), Dr. W.J.R. van Ouwerkerk (NL), Joachim und Angelika Konietzny (D)

1922 lernt die in Wiesbaden aufgewachsene Augusta Kaiser die Künstlerin Hedwig Marquardt in Karlsruhe kennen und lieben. 1924 ziehen die beiden Künstlerinnen nach Kiel, wo sie für die Kieler Kunst-Keramik AG arbeiten. Hier entstehen innerhalb eines Jahres zahlreiche Keramiken: Vasen, Deckeldosen, Wandteller, keramische Kleinplastiken und baukeramische Entwürfe.

Zwischen 1925 und 1927 arbeiten Kaiser und Marquardt als freie Künstlerinnen in Biere, in der von ihnen eigens gegründeten „Werkstätte für angewandte Kunst“. Danach lebt Kaiser mit ihrer Lebenspartnerin in Hannover, wo diese eine Anstellung als Kunsterzieherin annimmt. Sie selbst tritt als Künstlerin nicht mehr hervor. Nach einer jahrelangen Brustkrebserkrankung kehrt sie in ihr Elternhaus zurück. Augusta Kaiser stirbt 1932 in Wiesbaden, Hedwig Marquardt 1969 in Hannover.

Des Weiteren beleuchtet die Ausstellung exemplarisch die Ausbildungssituation von Künstlerinnen im beginnenden 20. Jahrhundert. Erst 1919 – durch die Weimarer Verfassung und die darin festgelegte Gleichstellung von Mann und Frau – werden Frauen zum Studium an staatlichen Akademien zugelassen. Zwar gibt es vorher schon eine zögerliche Zulassung für Frauen, diese ist jedoch mit Einschränkungen verbunden, z.B. die Teilnahme an Aktzeichen- und Anatomiekursen ist Frauen aus Gründen der Schicklichkeit nicht gestattet.

Ausstellungsdauer: 3. November 2013 bis 31. Mai 2014
Öffnungszeiten: Mi, Do 10 – 17 Uhr | Sa, So 12 – 17 Uhr
geschlossen 12.12.13 – 11.1.14, 1./2.3.14, 19./20.4.14

Weitere Infos unter www.frauenmuseum-wiesbaden.de

Und noch eine Hessen-Meldung vorm Wochenende…

Die hessische Landesregierung macht die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten zum Thema.

Bei der Vorstellung eines von Hessen geförderten Buchprojekts (Thorsten Mell (Hrg.): Das Innere entscheidet. Transidentität begreifbar machen. ISBN 978-3-89656-222-7 , Querverlag, Berlin, Erste Auflage März 2014) betont Integrationsminister Stefan Grüttner: „Volle gesellschaftliche Teilhabe setzt voraus, dass jeder Mensch, ungeachtet seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität, gesellschaftliche Akzeptanz erfährt und sein Leben ohne Benachteiligungen und Diskriminierungen gestalten kann. Fehlendes Wissen und mangelnde Empathie begünstigen insbesondere die Diskriminierung von transsexuell, transident, intersexuell oder queer lebenden Personen. In diversen Gesprächen mit Betroffenen wurde deutlich, dass ein hoher Bedarf an Aufklärung und Sensibilisierung bezüglich dieser Thematik in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen vorhanden ist.“

Den ganzen Text der Pressemitteilung gibt es hier.

Schön, dass diese Themen aufgearbeitet werden und Aufklärung gefördert wird.
Vielleicht müssen wir eines Tages dann auch nicht mehr von „Betroffenen“ sprechen – weder im Kontext von geschlechtlicher Identität, noch im Kontext von Diskriminierung.

Hessen tritt Koalition gegen Diskriminierung bei

Die hessische Landesregierung hat gestern den Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung geschlossen und setzt nach dem Beitritt zur Charta der Vielfalt 2011 ein weiteres, wichtiges Zeichen. Mehr zum Beitritt gibt es hier zu lesen.

Diversität und Vielfalt in der Gesellschaft ist und bleibt ein zentrales Thema, nicht nur aber auch für Hessen und Hessinnen. Schön, dass Hessen die Zeichen der Zeit erkennt. Wir freuen uns über die Botschaft, die dieser Beitritt aussendet. Viel ist schon geschafft, viel gibt es noch zu tun. Weiter geht’s!

Zwischendurch

Ein schöner Gastbeitrag, der bei ZEIT ONLINE am 10. Februar veröffentlicht wurde:

Homophob? Muss nicht sein

Aus dem Inhalt zusammengefasst:

- Sexuelle Orientierung ist kein Ergebnis einer Entscheidung, sondern Teil der Identität eines Menschen, auf die er keinen Einfluss hat.

- Diejenigen, die sich belästigt fühlen, weil Homosexualität und das „offen zur Schau tragen“ von LSBTIQ-Lebensweisen angeblich einer Trenderscheinung unterliegt und vielmehr ausschließlich in den Privatbereich gehört, verkennen, dass unter den gleichen Maßstäben Heterosexualität noch sehr viel mehr „zur Schau gestellt“ wird. Das fällt nur nicht auf, weil es als „normal“ angesehen wird.

- Drei Faktoren sind für das Entstehen von Homophobie maßgeblich: rigide Geschlechternormen, eine fundamentalistische Religiosität und Unkenntnis.

Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehlen wir das Nachlesen des ganzen Artikels. Hier nochmal der Link.

Warum posten wir das? Es gehört zum Grundverständnis unserer Vereinsarbeit, dass wir Geschlechterrollen hinterfragen. Der Mensch steht im Zentrum, unabhängig von seiner Geschlechtszugehörigkeit oder seiner sexuellen Orientierung. Unkenntnis wirken wir entgegen, indem wir beispielsweise aktive Aufklärungsarbeit an Schulen leisten („SchLAu“), eine Beratung installiert haben („die bunte Nummer“), einmal im Jahr unseren Christopher Street Day in Wiesbaden organisieren, uvm.
Damit wollen wir zu einem offenen und wertschätzenden Klima in der Gesellschaft beitragen, in der niemand Angst vor Diskriminierung haben muss.



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