Archiv für November 2013

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD

Wir wollen gleiche Rechte – ohne wenn und aber!
Wir wollen heiraten und Kinder adoptieren können,
deshalb sind wir enttäuscht vom Koalitionsvertrag.

Ausschnitt aus dem Koalitionsvertrag:
„Respekt vor sexueller Identität
Lebenspartnerschaften, Regenbogenfamilien
Wir wissen, dass in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Wir werden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden. Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen. Bei Adoptionen werden wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sukzessivadoption zügig umsetzen. Die Arbeit der „Bundesstiftung Magnus Hirschfeld“ werden wir weiter fördern.
Wir verurteilen Homophobie und Transphobie und werden entschieden dagegen vorgehen. Wir werden den „Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz“ um das Thema Homo- und Transphobie erweitern.
Die durch die Änderung des Personenstandrechts für intersexuelle Menschen erzielten Verbesserungen werden wir evaluieren und gegebenenfalls ausbauen und die besondere Situation von trans- und intersexuellen Menschen in den Fokus nehmen“

Diskussionsabend: Koalitionsverhandlungen und queere Rechte

Ein Veranstaltungshinweis unserer Freund_innen aus Mainz:

Liebe Freund_innen der BjS und des LBSK e.V.,

Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD gehen in die entscheidende Runde und die Signale aus Berlin sind für unsere Anliegen nicht sehr positiv.
Gleiche Rechte sind ein Menschenrecht und keine Verhandlungsmasse einer Koalition.
Darüber hinaus sollte auch die Möglichkeit eines „Aktionsplanes mit Gesicht“ diskutiert werden.

Gelegenheit, zu diskutieren gibt es am Donnerstag, 21.11.2013 von 19.00 bis 20.30 Uhr in der Bar jeder Sicht (Hintere Bleiche 29, 55116 Mainz) im Kamingespräch mit Roger Lewentz. Lesben und Schwule – (k)ein Thema für die SPD?

Roger Lewentz (SPD-Landesvorsitzender und Innenminister von Rheinland-Pfalz) stellt sich der Frage, wo Lesben, Schwule, Trans* und queere Lebensweisen ihren Platz in der Politik der SPD finden.
Moderation: Joachim Schulte (QueerNet Rheinland-Pfalz).

Die Stimme von Roger Lewentz hat Gewicht.
Bringen wir unser Anliegen am Donnerstag vor.

Nicht noch einmal vier Jahre Stillstand!

exground Filmfest

Liebe Community,

das exground Filmfest ist voll im Gange und läuft noch bis Freitag, 29.11.2013.

Wir freuen uns natürlich über Filme, die sich mit unseren Themen auseinander setzen so wie gestern „Out in Ost-Berlin“. Aber darüber hinaus hat das exground Filmfest noch viel, viel mehr zu bieten. Seht selbst – hier geht’s zum Programm.
Und hier geht’s zur exground Website.

exground Filmfest zeigt „Out in Ost-Berlin – Lesben und Schwule in der DDR“

Liebe Leser_innen,

seit Samstag läuft das exground Filmfest in Wiesbaden.
Am Montag, den 18.11. läuft „Out in Ost-Berlin – Lesben und Schwule in der DDR“.
Los geht’s um 20:00 Uhr. Spielstätte: Murnau Filmtheater in der Murnaustraße (gegenüber Schlachthof Wiesbaden).

Wir sehen uns dort! :-)

Intersexualität: Anpassung des Personenstandsgesetzes

Zum heutigen 1. November tritt das neue Personenstandsgesetz in Kraft. Hiernach wird im Falle einer uneindeutigen Geschlechtsbestimmung bei Neugeborenen die Kategorie „Geschlecht“ vorerst frei gelassen.

Das ist sicherlich ein weiterer, kleiner und wichtiger Schritt in Richtung rechtlicher Anerkennung von intersexuellen Menschen. Unlängst waren voreilig durchgeführte geschlechtsanpassende Operationen ohne vorherige Aufklärung der Betroffenen bzw. deren Eltern in die Kritik geraten und hatten Schmerzensgeldforderungen nach sich gezogen.
Unklar ist allerdings, wie sich dieses neue Gesetz auswirken wird. Werden intersexuelle Menschen sich irgendwann für ein Geschlecht männlich/weiblich entscheiden müssen? Wie werden Eltern darauf reagieren, wenn sie mit der Uneindeutigkeit der Geschlechtszuordnung ihres Kindes konfrontiert werden?

Wir würden es begrüßen, wenn – ähnlich wie in Australien – eines Tages nach dem Personenstandsrecht eine dritte Kategorie für Menschen möglich ist, die sich weder als Männer noch als Frauen fühlen.

Mehr Infos:
ZEIT online – Junge, Mädchen oder keines von beidem (1.11.2013)
zwischengeschlecht.org
Intersexuelle Menschen e. V.
Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e. V.