Archiv der Kategorie 'Allgemein'

WIR SIND UMGEZOGEN!

Wir sind ab sofort zu finden auf:
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!!!DIESER BLOG WIRD NICHT WEITERGEFÜHRT!!!

Und noch eine Hessen-Meldung vorm Wochenende…

Die hessische Landesregierung macht die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten zum Thema.

Bei der Vorstellung eines von Hessen geförderten Buchprojekts (Thorsten Mell (Hrg.): Das Innere entscheidet. Transidentität begreifbar machen. ISBN 978-3-89656-222-7 , Querverlag, Berlin, Erste Auflage März 2014) betont Integrationsminister Stefan Grüttner: „Volle gesellschaftliche Teilhabe setzt voraus, dass jeder Mensch, ungeachtet seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität, gesellschaftliche Akzeptanz erfährt und sein Leben ohne Benachteiligungen und Diskriminierungen gestalten kann. Fehlendes Wissen und mangelnde Empathie begünstigen insbesondere die Diskriminierung von transsexuell, transident, intersexuell oder queer lebenden Personen. In diversen Gesprächen mit Betroffenen wurde deutlich, dass ein hoher Bedarf an Aufklärung und Sensibilisierung bezüglich dieser Thematik in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen vorhanden ist.“

Den ganzen Text der Pressemitteilung gibt es hier.

Schön, dass diese Themen aufgearbeitet werden und Aufklärung gefördert wird.
Vielleicht müssen wir eines Tages dann auch nicht mehr von „Betroffenen“ sprechen – weder im Kontext von geschlechtlicher Identität, noch im Kontext von Diskriminierung.

Hessen tritt Koalition gegen Diskriminierung bei

Die hessische Landesregierung hat gestern den Beitritt zur Koalition gegen Diskriminierung geschlossen und setzt nach dem Beitritt zur Charta der Vielfalt 2011 ein weiteres, wichtiges Zeichen. Mehr zum Beitritt gibt es hier zu lesen.

Diversität und Vielfalt in der Gesellschaft ist und bleibt ein zentrales Thema, nicht nur aber auch für Hessen und Hessinnen. Schön, dass Hessen die Zeichen der Zeit erkennt. Wir freuen uns über die Botschaft, die dieser Beitritt aussendet. Viel ist schon geschafft, viel gibt es noch zu tun. Weiter geht’s!

Zwischendurch

Ein schöner Gastbeitrag, der bei ZEIT ONLINE am 10. Februar veröffentlicht wurde:

Homophob? Muss nicht sein

Aus dem Inhalt zusammengefasst:

- Sexuelle Orientierung ist kein Ergebnis einer Entscheidung, sondern Teil der Identität eines Menschen, auf die er keinen Einfluss hat.

- Diejenigen, die sich belästigt fühlen, weil Homosexualität und das „offen zur Schau tragen“ von LSBTIQ-Lebensweisen angeblich einer Trenderscheinung unterliegt und vielmehr ausschließlich in den Privatbereich gehört, verkennen, dass unter den gleichen Maßstäben Heterosexualität noch sehr viel mehr „zur Schau gestellt“ wird. Das fällt nur nicht auf, weil es als „normal“ angesehen wird.

- Drei Faktoren sind für das Entstehen von Homophobie maßgeblich: rigide Geschlechternormen, eine fundamentalistische Religiosität und Unkenntnis.

Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehlen wir das Nachlesen des ganzen Artikels. Hier nochmal der Link.

Warum posten wir das? Es gehört zum Grundverständnis unserer Vereinsarbeit, dass wir Geschlechterrollen hinterfragen. Der Mensch steht im Zentrum, unabhängig von seiner Geschlechtszugehörigkeit oder seiner sexuellen Orientierung. Unkenntnis wirken wir entgegen, indem wir beispielsweise aktive Aufklärungsarbeit an Schulen leisten („SchLAu“), eine Beratung installiert haben („die bunte Nummer“), einmal im Jahr unseren Christopher Street Day in Wiesbaden organisieren, uvm.
Damit wollen wir zu einem offenen und wertschätzenden Klima in der Gesellschaft beitragen, in der niemand Angst vor Diskriminierung haben muss.

Ball des Sports in WI: Danke!

Am letzten Samstag setzten wir von Warmes Wiesbaden und etwa 25 weitere Teilnehmer_innen ein gemeinsames Zeichen gegen die in Russland begangenen und staatlich organisierten Repressionen und Diskriminierungen von Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen. Wir zeigten unsere Solidarität mit den in Russland lebenden Menschen sowie mit den Sportlerinnen und Sportlern, die an den Olympischen Spielen in Sotschi teilnehmen. Der Hessische Rundfunk (ab 05:50), der Wiesbadener Kurier, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Frankfurter Rundschau haben berichtet.

Wir danken allen Teilnehmer_innen, unserem Oberbürgermeister Sven Gerich und dem Vorsitzenden der Deutschen Sporthilfe Dr. Michael Ilgner für ihre Unterstützung. Diese Zeichen, die wir setzen, sind wichtig und richtig.

Schwulsein, Lesbischsein, Bi- oder Transsexuellsein, das ist eben keine Frage des Wollens, des Wünschens, sondern eine Frage der Identität, des Menschseins. Die Olympische Charta muss ernst genommen werden und diskriminierungsfreie Spiele müssen eine Selbstverständlichkeit sein, damit das, was wirklich im Mittelpunkt stehen soll, nämlich der Sportler bzw. die Sportlerin und ihre sportliche Leistung sowie die Begeisterung aller Fans aus allen Nationen, auch wirklich im Mittelpunkt stehen können.

Für die Olympischen Spiele in Sotschi gilt das leider nicht. In Russland werden homo-, bi- und transsexuelle Menschen systematisch ausgegrenzt und sogar von Schlägertrupps zusammengeschlagen. Unzählige Videos finden sich hierzu auf youtube, auch Human Rights Watch hat anlässlich des Beginns der Olympischen Spiele in Sotschi hierzu ein Aufklärungsvideo veröffentlicht.

Die Situation in Russland ist bedrückend und beschämend. Es ist absolut inakzeptabel, wenn ein Präsident, der diese Situation zu verantworten hat, hofiert wird.

Gleichzeitig werden die Sportlerinnen und Sportler munter daran erinnert, dass sie keine politischen Statements abgeben dürfen und im Zweifel eben auch nicht zu dem stehen dürfen, was der ein oder andere vielleicht ist: schwul, lesbisch, bi oder trans*.
Diese Angst vor politischer Propaganda geht sogar so weit, dass das norwegische Team der Langläuferinnen vom IOC abgemahnt wird, weil es anlässlich eines Todesfalls im Trauerflor an den Start gegangen ist, um gemeinsam der Trauer Ausdruck zu verleihen. Der Grund: Das Tragen eines Trauerflors wird nach Regel 50.3 der Olympischen Charta als politische Demonstration verstanden. Das soll eine politische Demonstration sein? Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Was sind Sportlerinnen und Sportler, mag man sich da fragen. Sind sie Leistungsmaschinen, denen jedwede Menschlichkeit untersagt wird oder sind sie eben doch das, was wir alle sind: Menschen mit menschlichen Empfindungen und Bedürfnissen.

Gewährleistet in Zukunft diskriminierungsfreie Spiele! Für die Menschen, mit den Menschen, so wie sie sind. Ohne Diskriminierung, mit Respekt und Akzeptanz füreinander, denn: Liebe ist keine Propaganda!

Ball des Sports mit Gerich